Holländische Zwerghühner auf der Deutschen Junggeflügelschau Hannover 2010.

 

Mit 98 Tieren in 10 Farbenschlägen war die Meldestärke nicht so stark wie in früheren Jahren. Prima war das Ergebnis in der Jugendgruppe, wo mit 32 Meldungen in 4 Farbenschlägen ein beachtliches Ergebnis liegt, Hoffen wir, dass sich der Trend in der Jugendgruppe auf die Senioren übertragen wird.

 

16,24 goldhalsige zeigten sich dem Publikum. Bei den Hähnen sorgten Kritikpunkte in einer abfallende Rückenlinie sowie zu kräftigen Körperbau, offene Übergänge und dürftige Besichelung für eine Bemängelung. Der überwiegende Teil zeigte aber Pluspunkte in den Formansprüchen und Gesamttyp. Wünsche lagen im Bereich der Ausgeglichenheit der Behangfarbe zwischen Hals und Sattel, sowie eine klarere Grünlackbildung der Bindenfarbe. Auf mehr Exaktheit der Bindenabgrenzung mit grünglänzenden Lack ist besser zu achten. Für den Ausstellungshahn ist es erforderlich, dass das Flügeldreieck gut durchgezeichnet ist und auch vom Farbton her satt ist. Mit HV konnten zwei Hähne herausgestellt werden, die den Rassetyp, mit kleinen Wünschen in glatter in der Ohrscheibe, bzw. ausgereiftere Nebensichel, am edelsten verkörperten. Szepansky und Wiese zeigten diese beiden Tiere.

Bei den Hennen war ein mannigfaltiger Ansatzpunkt der Kritikabfassung, die Mantelgefiederzeichnung, was zu Abstufungen führte. Ein Augenmerk war auf die Schwanzpartie zu richten, wo nicht alle die geforderte gefächerte offene Schwanzfederlage aufwiesen. Aber auch nicht hohlrund genug geformte Rückenlinien sowie zu lange Rückenlinien fanden ihre Kritik. Bezüglich der Kopfpunkte wurden nicht so viele in die Kritik eingebunden, was auch mit dem frühen Schautermin zusammenhängt. Der Großteil der Hennen konnte in den Formansprüchen jedoch überzeugen. Unter dem Reigen der Hennen auch zwei Vertreterinnen, die herausstechen konnten. Zum einen die mit V BB herausgestellte Henne von Szepansky und die HV Henne von Sauer, die leider noch nicht optimal in der Kopfblüte war.

 

Mit 7,9 orangehalsigen und einer regelmäßigen Vorstellung kann man diesem Farbenschlag einen Aufwärtstrend attestieren. Die Hähne durchgehend mit sehr typhaften Figuren und positiver Hals u. Sattelfarbe mit nur kleinen Anmerkungen. Die Rücken- und Flügeldeckenfarbe durfte im ganzen noch etwas satter sein. Fehlende Hauptsichel, zweierlei Augenfarbe und offener Übergang sorgten für unter Bewertungsnoten. Noch einheitlicher hätte die Größe der Tiere in ihrer Gnomenhaftigkeit sein können.

Einen sehr guten Eindruck vermittelten die Hennen im Typ. Die Tiere sind in der Gesamtheit etwas kürzer geworden, wobei die Hohlrundung des Rücken hier und da noch ausgeprägter sein durfte. In der Mantelgefiederzeichnung ist in punkto Wünsche, eine noch bessere Ausgeglichenheit in der Rieselung anzustreben. Ein intensives verdrängen des unliebsamen Federrand im Mantelgefieder gilt es weiterhin verstärkt Beachtung zu schenken. Einheitlich ist die Grundfarbe und auch die orangefarbige Halsfarbe zeigt sich überwiegend korrekt. Sehr gut war die Körperhaltung, waagerecht im Profil, mit einem sehr guten nicht zu hohen Stand.

 

4,8 silberhalsig.

Die Hähne vom Typ her überzeugend. Mehr Fertigkeit war der Hauptsichelausbildung zu wünschen und die Übergänge fließender. Zu achten ist darauf, dass die Tiere insgesamt nicht zu stark werden und die Obergrenze von 550 Gramm eingehalten wird. Bezüglich der Kopfpunkte gab es nur eine Mangelkritik, da die Ohrscheiben farblich weißer sein sollten.

Offener Übergang und zu grobe Rieselung sorgten bei den Hennen für Minuspunkte. Gut zum Ausdruck kam die Körperhaltung und auch die gnomenhafte Form. Positiv die gewölbte Frontpartie und der sich verjüngende Körper. Etwas breitere Schwanzabschlüsse durch mehr Schwanzfächer wäre wünschenswert. Im ganzen sollten die Körper noch etwas kürzer sein, damit eine optimale Rückenlinie entsteht, dass heißt auch in der Unterlinie nicht zu ausladend.

 

2,5 rotgesattelt

Überzeugende Formattribute bei den Hähnen. Der erste hätte in der Schwanz- und Bindenfarbe reiner sein sollen. Der zweite Hahn mit HV von Belger, sollte noch etwas breiter im Schwanzansatz sein.

Durchweg die Hennen im sg-Bereich. Die Kopfpunkte und die Farbaspekte korrekt. Kürzer der Körper und hohlrunder die Rückenlinie, wurde unter Wünsche vermerkt. Breiter bei den Hennen auch die Schwanzpartien, durch eine bessere Fächerung der Steuerfedern. Ein Pluspunkt waren die schön gewölbten Brustpartien.

 

1,3 goldweizenfarbig.

Der Hahn mit prima Frontpartie, Schwanzaufbau und Farbbild. Der Rücken etwas kürzer und das Flügeldreieck noch ausgeprägter in der Farbe. Die HV Henne von Rumpler zeigte einen Klassetyp bei sehr guter Farbe, Haltung und Stand. Der Übergang bei dieser Henne etwas fließender. Aufgrund etwas kräftigen Körper eine Henne mit Mangelpunkt. Farblich wusste die Kollektion zu überzeugen in punkto Mantelgefieder und der um einen Ton helleren Brustfarbe und dem zimtfarbigen Flügeldreieck.

 

2,3 silberwachtelfarbig.

Mit guten Formansatz die Hähne. Der Stand etwas tiefer und insgesamt körperlich etwas kleiner konnte angemerkt werden.

Die Farbe bei den Hennen recht positiv mit einen ansprechenden Zeichnungsbild. Auf noch korrektere Schwanzabschlüsse (Fächerung) ist zu achten und die Figur muss kürzer und gedrungener werden. Die Unterlinie nicht so ausladend. Die Konturen im Profilbereich sollen mit Fantasie betrachtet ein auf der Spitze stehendes Dreieck ergeben.

 

0,2 schwarz.

Die Ober- und Unterlinie der beiden Hennen sehr gut. Dazu eine lackreiche schwarze Gefiederfarbe. Etwas gleichmäßiger der Kamm und ausgereifter die Steuerfedern waren Wünsche. Sauer konnte auf eine überzeugende Henne HV erringen.

 

1,3 blau.

Mehr Brustfülle und vollere Schwanzbesichelung der Hahn bei recht ansehnlichem Rassetyp. Das Farbbild war in Ordnung. Den Hennen hätte eine hohlrundere Rückenlinie und breiterer Schwanzabschluss (mehr Fächer) gut zu Gesicht gestanden. Auf mehr Markanz bezüglich der Gedrungenheit ist hinzuarbeiten. Nicht immer optimal in der Gleichmäßigkeit die Mantelgefiederfarbe.

 

1,3 kennfarbig.

Im Profil (Körperhaltung) waagerechter der Hahn bei guter Frontpartie, Kopfpunkte und Farbbild.

Die Hennen zeigten sich sehr gut in der Formlage mit Wünschen in der Schwanzfächerung. Auf eine nicht zu ausladende Sperberung im Mantelgefieder sollte geachtet werden.

 

1,3 schwarz weißgescheckt

Prima der Hahn in Typ, Form, Stand und Haltung mit Wünschen in der Farbverteilung und Übergang. Die drei Hennen mit sehr guten Figuren, prima Größe und Körperhaltungen. Zum Teil noch etwas breiter der Schwanzansatz und gefächerter der Schwanzabschluss. Brinkmann zeigte mit HV eine hochfeine Henne.

 

Mit den gezeigten Tieren in der Jugendgruppe konnte man sehr zufrieden sein. Die Qualität und die Ansprüche an den Typ und die Figur stimmte. So manches Tier aus der Jugendgruppe hätte in der Allgemeinklasse prima dagestanden. Leider wird die Bewertung durch einen SR bei den Bundesschauen versagt. Schade eigentlich, denn die Tiere aus der Jugendgruppe gehören auch zu dem Rassebild der Holländischen Zwerghühner die wir betreuen. Vielleicht findet ja irgendwann mal ein umdenken statt. Anna Lena Tegeler konnte mit zwei Hennen bei den goldhalsigen jeweils HV erringen.

 

Obmann für Holländische Zwerghühner

Ulrich Flor   

 

Holländische Zwerghühner auf der Nationalen Rassegeflügelschau 2010 in Frankfurt.

 

162 Holländische Zwerghühner in 10 Farbenschlägen, dazu 78 Tiere in 7 Farbenschlägen in der Jugendgruppe, sowie eine Voliere und ein Stamm, waren für die Nationale Rassegeflügelschau ein sehr gutes Ergebnis.

Eine beachtliche Qualität war in der Jugendgruppe zu finden, wo leider kein SR zum Einsatz kam. Viele Tiere mit typischen Formansprüchen und der richtigen Haltung. Die herausgestellten Spitzentiere zeigten Tamara Stelter mit HV FB auf eine goldhalsige Henne, Kai Bielefeld V JSB auf eine rotgesattelte Henne, Lukas Kurek HV auf eine schwarze Henne und Patrick Sauer auf eine gesperberte Henne.

 

27,29 goldhalsige.

Licht und Schatten bei den Hähnen, eckige offene Übergänge und abfallende Rückenlinien war der Hauptkritikpunkt, der zu Abstufung führte. Einheitlicher sollten der Stand sein, wo drauf zu achten ist, dass Tiere nicht zu hoch stehen. Die Frontpartien mit der gewölbten Brust waren größtenteils sehr gut und auch das Farbbild machte einen positiven Eindruck. Herausstechend und zielorientierend die Hähne von W. Schuppe mit V SB und HV sowie der Hahn von A. Sauer mit HV.

In der Hennenriege etliche die zu lang im Rücken waren und auch keine optimale Schwanzbreite aufweisen. Einige auch, die aufgrund grober Mantelgefiederzeichnung in den Mangelbereich rutschten. Beide Spitzentiere mit V FB und HV zeigte W. Schuppe. Insgesamt war die Qualität bei den goldhalsigen auf breiter Basis schon mal besser.

 

3,9 orangehalsig,

Überzeugend alle drei Hähne, allen voran der V SB Hahn von C. Klein. Wünsche ergaben sich bei den anderen beiden Hähnen im Übergang sowie im Kamm.

Bei den Hennen war teils ein kürzerer Körper mit mehr Hohlrundung im Rücken einzufordern. Auch dürfte die Schwanzfächerung hier und da besser sein. Farblich waren die Tiere ok, mit kleinen Wünschen in den Zeichnungsattributen. Des Mantelgefieder. W. Schuppe zeigte mit HV eine in Form und Typ bestechende Henne.

 

3.5 silberhalsig.

Die Hähne mit guten Formmerkmalen, teils geschlossener im Übergang und im Profil waagerechter waren Kritikpunkte. Das Silber der Tiere war in Ordnung. Auf eine schwarze Brustfarbe ist zu achten. Ansehnliche Figuren wiesen die Hennen auf, die in Punkto Rieselung gleichmäßiger sein sollten. Langer und gerader Rücken sorgte für zwei Abstufungen. Die Silberhalsigen haben wir schon in deutlicher besserer Qualität gesehen.

 

1,5 blausilberhalsig.

Überzeugend der Hahn in Form und Typ sowie Farbbild. Die Besichelung sollte ausgereifter sein und der Übergang geschliffener. Von der Verjüngung her die Figuren der Hennen sehr positiv. Noch eine Idee kürzer die eine oder andere. Überzeugend war die Farbausstrahlung mit einer guten Grundfarbe im Mantelgefieder. An die Rieselung kann man bei diesem Farbenschlag keine überzogenen Anforderungen stellen, zumal die helle blaue Rieselung mit der silberweißen Grundfarbe in sich verläuft. M Ruoff zeigte mit HV FB eine vorbildliche Vertreterin dieses Farbenschlages.

 

13,21 rotgesattelte.

Die Hähne zeigten sich sehr gut bzgl. des Frontbereiches und des Farbbildes. Probleme bereitete hier sichtbar die richtige waagerechte Körperhaltung im Profil, die doch oftmals abfallend in der Rückenlinie war. Dazu kam dann noch eine mäßig ausgeprägte Hohlrundung. Unschön teilweise auch die offenen aufklappenden  Kehllappen, die dazu noch recht üppig waren. Die Kämme größtenteils edel, sowie die Ohrscheiben. Auf vollere Nebenbesichelung sollte hingearbeitet werden. Auf eine reinere und exaktere Bindenfarbe ist hinzuarbeiten. Die Flügeldreiecke waren gut vorhanden mit leichten Unterschieden in der Intensivität. Schwehla zeigte mit HV, den besten Hahn, der Typ und Form sowie das Farbbild sehr fein präsentierte.

Bei den Hennen sollten die Tiere auf großer Bandbreite kürzer werden und mehr Gedrungenheit zeigen. Die Breite, der Schwanzansätze war kein Allgemeingut und auch bzgl. der Schwanzfächerung gab es Defizite. Die Mantelfarbe war fast durchweg in Ordnung. Eine leichte Flügelrose wird geduldet. Leichte Schwankungen in der Brustgefiederfarbe sowie Halsgefiederfarbe waren erkennbar und sorgten hier und da für leichte Abstufungen. Einheitlicher sollte die Standhöhe sein unter der Berücksichtigung, dass eine Holländisches Zwerghuhn nicht zu hoch steht. Bianca Jung zeigte mit jeweils HV, die beiden herausgestellten Hennen.

 

2,3 goldweizenfarbig.

Beide Hähne überzeugend im Typ und der Körperform. Tiefer der Stand und geordneter das Schwanzgefieder waren Kritikpunkte. Sehr gut das Farbbild.

Gelungen die Vorstellung der Hennen mit prima Figuren und sehr guter Gefiederfarbe. Der Körper zum Teil etwas kleiner und der Schnabel reduzierter waren Wünsche. Überzeugende Form und Typ zeigte die mit HV herausgestellte Henne, die lediglich etwas mehr Gesichtsblüte zeigen sollte, von Rumpler.

 

4,9 schwarz.

Sehr gute Figuren zeigte die Hähne auf. Leider war ein Hahn offen im Übergang und der andere zeigt aufklappende Kehllappen. Die anderen beiden Hähne durften in der Besichelung ausgereifter sein.

Sehr gute Ober- und Unterlinien zeigten die Hennen. Das Qualitätsgefüge lag dicht beisammen. Der gedrungene Körper war gut erkennbar und auch der Stand und die Haltung stimmten. Ansatzpunkte zur Kritikgestaltung boten die Schwanzansätze, die teils noch breiter sein sollten. Eine lebhafte rote Gesichtsfarbe ist zu achten und darauf dass das Auge nicht zu dunkel wird. Ausgeprägter hier und da der Grünlack im Gefieder. Ostrowski und Aistleitner konnten jeweils HV auf eine sehr edle Henne erringen.

 

3,7 blau.

Von den drei Hähnen einer, der abfallend im Rücken war. Vollere Schwanzpartien und zum Teil sattere Halsfarbe waren Wünsche. Überzeugend der HV Hahn von J. Pastrik in der Form und im Typ sowie der Körperhaltung.

Die Hennen hätten teils noch etwas hohlrunder im Rücken sein können und das Blau im Mantelgefieder gleichmäßiger. Breitere Schwanzansätze und mehr Schwanzfächer muss das Zuchtziel heißen. Die Größe und der Körperbau war recht positiv.

 

1,4 perlgrau.

Der Hahn zeigte bei sg Figur, Stand und Farbe rechts eine Kehllappenfalte und eine eingerollte Ohrscheibe. Die Wünsche bei den Hennen lagen in glatter und fester das Gefieder, breiter im Schwanzansatz, Lage der oberen Steuerfeder korrekter. Etwas gedrungener und gnomenhafter sollten die Formlagen werden.

 

6,11 kennfarbige.

Unter Noten wegen abfallende Schwanzhaltung und Rückenlinie, fehlender Sperberfaktor in Hals und Sattelgefieder, zu stark mit gelb durchsetzte Brustfarbe, langer Rücken und zu grob im Körper. Die drei sg Hähne sehr überzeugend in der Brustwölbung und Typ. Die Besichelung voller und weniger gelb durchsetzte Brustgefiederfarbe waren Wünsche.

Vier Hennen mit Mangel, wie fehlende Blüte, gerader langer Rücken im unteren Bereich. Die sg Hennen überzeugten mit sehr guten Figuren und farblichen Aspekten. Hier und da sollte die Sperberung im Mantelgefieder nicht zu grob und vordergründig wirken. Die Grundfarbe stimmte sowie die Brustfarbe. Durchweg in Ordnung die Halsfarbe und Zeichnung. Schmidt zeigte mit V SB das herausragende Tier gefolgt von einer fast ebenbürtigen Henne von Fritz, die etwas mehr Blüte aufweisen sollte.

 

Obmann für

Holländische Zwerghühner

Ulrich Flor