1. Rassebezogene Europaschau der Deutschen Modeneser in Pohlheim-Holzheim

(Ausstellungsbericht von Reiner Stumpf)

 

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Bilder von der Europaschau auf der genannten Hompage!

 

Zur ersten offiziellen Ausgabe einer derartigen Schau fanden sich Aussteller aus 4 Nationen in der herrlichen Sporthalle von Holzheim ein. In einem ausgezeichneten Ambiente präsentierten sich 1371 Deutsche Modeneser bei einstöckigem Aufbau in Sichthöhe. Leider stand die Schau zunächst unter keinem guten Stern, hatten sich die Verantwortlichen vor Ort und der Hauptverein bei der Verpflichtung von Sonderrichter nicht einigen können. Schade, denn bei etwas Willen von beiden Seiten, hätte es anders ausgehen können. So wurde der Schau statt der HSS nur die BSS des Bezirk Mitte angeschlossen. Wenn auch nicht alle Stammaussteller des SV ihre Tiere zeigten, wurde die Schau selbst hervorragend von den „Männern vor Ort“, Günther Fähler und Karsten Pfeffer organisiert. Alle teilnehmenden Aussteller wurden mit einer überproportionalen Preisausschüttung und einem Gastgeschenk in Form einer Flasche Modeneserwein verwöhnt. Zur Eröffnungsfeier erschienen neben zahlreichen Ehrengästen der EE Präsident Urs Freiburghaus, der die Veranstaltung beispiellos unterstützte, und der Schirmherr der Schau, Herr Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer. Zum Züchterabend wurde den Teilnehmern neben einer fantastischen Band ein Männerchor präsentiert, welcher die Herzen der Züchter höher schlagen ließ.

 

Nun zum Wesentlichen, den gezeigten Modenesern: Den Reigen eröffneten traditionell die schwarzen Gazzi (10,7). Die Dreiteilung stimmte, aber der geforderte, abgedeckte Rücken war nicht immer vorhanden (HV an Altheinz). Fester in der Feder durften einige der gezeigten 12,15 blau ohne Binden sein: V Europaband (EB) und HV an Märkl, der mit der Leistung auch Europameister (EM) wurde sowie HV an W. Vogel. 10,15 blau mit schwarzen Binden hatten teilweise Probleme mit der Schwingenlage. Entweder sie kreuzten oder sie waren auch zu lose. V Pohlheimband (PB) und HV errang Rath. Jungermann  erzielte HV. 3,4 blaugehämmerte hatten ihr Spitzentier in einer feinen Jungtäubin mit HV von W. Noll. Einige der gezeigten 6,7 blau mit bronze Binden durften mehr Körpertiefe zeigen. Die herausgestellten mit V EB und HV von G. Sauer wiesen den richtigen Weg. 6,6 blau - bronze gehämmerte von W. Gerhard wussten zu  überzeugen. V PB sowie Europachampion (EC) und HV waren verdienter Lohn., dem auch noch der EM folgte. Immerhin 14,19 dunkel – bronzeschildig gesäumte traten zum Wettbewerb an. Die Tiere von W Börner waren richtungsweisend (VPB, 2xHV und EM). Einige Exemplare mit offenen Saum und mattem bronze konnten da nicht mithalten. 6,6 in rot hatten ihren überragenden Vertreter in einem jungen Täuber von Vey, der zum VEB auch noch den EC errang. Etwas markanteren Bindensaum durften die 4,2 blaufahl mit Sulphurbinden (HV für Heinz) und 1,1 braunfahl mit bronze Binden aufweisen. Etwas mehr Lauflänge hätte den sonst gefallenden 2,6 braunfahl- bronze gehämmerten gut gestanden (HV und EM an Lösing). 5,10 in rotfahl wurden gezeigt. Bei der gewünschten satten Kopffarbe wird eine reine Schildfarbe nur schwer zu erzielen sein (VPB an Stumpf, HV an Bier). Immerhin 22,30 rotfahlgehämmerte vertraten den attraktiven Farbenschlag mit Ausstellern aus 3 Nationen. Der überwiegende Teil konnte sich sehen lassen und nur wenige hatten Probleme mit der leuchtenden Grundfarbe oder zeigten wenig Hals- und Lauflänge (VEB, VSE und VE sowie EC und EM an Bier; 6 x HV und EM an Stumpf). 6,9 gelbfahle vertraten die Varietät sehr ordentlich (HV PB und HV an Bechstein). 4,8 gelbfahlgehämmerte hatten ihren herausragenden Vertreter in einem Jungtäuber mit klarer Hämmerung und feiner Grundfarbe mit HV von Bier. Zum Abschluss der Gazzi konnten 7,7 andalusierfarbige gerade in der namensgebenden Farbe gefallen.. Der Saum konnte teils noch deutlicher und umfassender sein. Zanger erzielte mit einem vorbildlichen Alttäuber zum VEB noch EC. Zum besten Gazzi wurde der Juri die blau- bronze gehämmerte Jungtäubin von Gerhard gewählt. Sie erhielt neben dem wunderschönen Championwimpel auch noch das von den Schweizer Modeneserfreunden zur Verfügung gestellte Modeneserbild.

 

Zu Beginn der Schietti stellten 100,93 schwarze ihre Beliebtheit unter Beweis. Naturgemäß hängen da die Trauben sehr hoch und alles was nicht in den Proportionen stimmte oder keine satte, lackreiche Farbe zeigte, wurde auf hintere Ränge geschickt. Ein straffes Gefieder ist zur Erreichung von hohen Noten unabdingbar. Das alles in der Schau überragende Tier zeigte Bernd Roth mit einem exzellenten Jungtäuber, der neben dem VEB auch noch den EC, den besten Schietti und zu guter letzt auch noch den vom EE Präsidenten gespendeten Pokal für den „ Best in Show“ errang. Herzlichen Glückwunsch hierzu! Des Weiteren zeigte W. Belz mit 2 X VEB und VPB sowie EM herausragende Leistungen. Weitere Spitzentiere zeigten: H. Praxl mit VEB, A. Günther mit VPB, Diebel mit 5 x HV, Gehrmann mit 2 x HV, Crnkovic mit 2 x HV, Schuffert mit 2 X HV sowie Schwinn, Götz, Flor und Gross mit HV.

Insgesamt hat dir Durchschnittsqualität der 47,40 blau ohne Binden etwas nachgelassen. Zwar konnten die herausgestellten Exemplare mit VEB und 2xHV von Noll (EM) und VPB von Junker sowie 2 x HV von Pfeffer und Zanger gefallen, doch gab es reichlich Angriffspunkte wie offener Rücken, fehlende Körpertiefe oder schlechte Schwingenlage, Etwas einheitlicher zeigten sich 35,30 blau mit schwarzen Binden, obwohl Wünsche in der Körpertiefe und Bindenführung notiert wurden. 2 x VEB und VSE sowie 2xHV an Noll (EM). VE errang Märkl sowie Fiederling, Gütlein und Gress HV. Wenn auch der Auftrieb von 50,36 blaugehämmerten sehr groß war, so waren doch Unterschiede gerade im Größenrahmen unverkennbar. Wünsche in der Hämmerung wir es wohl immer geben, aber an einer klaren Abgrenzung zur Schildgrundfarbe sollte gearbeitet werden. Lauinger war der überragende Aussteller und errang 3 x V und 2xHV den EM Titel. Noll musste sich mit VEB, V E und 2 x HV knapp geschlagen geben. HV erzielten noch Fiederling und Dickel. Immerhin 41,38 blau mit bronze Binden stellten sich dem Preisrichterurteil. Mit schönen Figuren sowie entsprechender Hals- und Lauflänge können sie schon begeistern, aber gerade in der namensgebenden Bindenfarbe ließen auch die vorgestellten Spitzenvertreter Wünsche offen. Da sah man schon bessere! VEB und 3 mal HV errang Resch (EM). Schäfer erzielte VPB. Mit 3xHV trug sich Fein in die Siegerliste ein. Nicht alle der gemeldeten 9,11 blau – bronze gehämmerten traten zum Vergleich an. Wiedermann (EM) zeigte mit VPB und HV vorbildliche Vertreter. 3,3 dunkel – bronzeschildig gesäumte mit HV für Martini vertraten ihren Farbenschlag. Mit ausgeglichener Farbe und festem Federwerk erschienen 17,17 rote. Der von Schales  (EM) gezeigte Altvogel mit VPB wurde zugleich zum Champion gekürt. Wilhelm (EM) erzielte zudem HV. 25,28 gelbe sind eleganter geworden. Die grobknochigen gehören der Vergangenheit an. Wilhelm (EM) war der überragende Aussteller und konnte neben VEB und VE den Champion in der Alttäubinnenklasse erringen. Hinzu kamen 2 x HV. Nur 10,8 weiße mit roten Augen waren erschienen und sagten eigentlich wenig über den derzeitigen Zuchtstand aus. Guthier (EM) konnte HV PB und ein weiteres HV erringen. Die 13,17 weiß mit dunklen Augen haben hingegen einen schönen Schritt nach vorn gemacht. Die Figuren passen und auch in der Kopfsubstanz haben sie zugelegt. Weber (EM) zeigte richtungsweisende Vertreter mit VEB und HV. 4,4 schwarz mit weißen Binden wurden von Altmeister Blümmel präsentiert. Der mit HV PB herausgestellte Jungtäuber zeigte sich für diesen Farbenschlag schon sehr kräftig. Weiter so! Enttäuschend hingegen 8,8 blau mit weißen Binden. Rostige, zackige Binden und fehlende Hals- und Lauflänge ließen keine hohen Noten zu. Ein herausragender, typischer Altvogel zeigte 11 Schwanzfedern. Natürlich haben 2,3 rot mit weißen Binden schon auf Grund der fehlenden Zuchtbasis noch aufzuholen, aber der alte Täuber von Häntel zeigte den richtigen Weg. Immerhin 26,19 dunkel-hellschildig gesäumte stellen sich dem Urteil des PR. Auch die Spitzentiere haben noch an Körperfülle und Kopfsubstanz gegenüber den Hauptfarben aufzuholen, doch verkörperten die herausgestellten mit VEB und HV von Freiburghaus (EM) und Althaus (EM) 2x HV hohen Rassewert mit typischer Schildgrundfarbe, breiter Schildfeder und markanten Saum. Leider hatten sich unter den sonst sehr zu gefallenden 2,4 blaufahl mit Sulphurbinden zwei Vertreter mit Schwimmhäuten eingeschlichen. (HV für Heinz). 2,2 braunfahl mit bronze Binden (HV für Martin) und 1,1 braunfahl bronze gehämmert durften doch deutlicher im Bindenresp. Hämmerungssaum sein. 13,15 rotfahle hatten zwar mit VPB von Best und HV von Dimanski zwei schöne Exemplare in ihren Reihen, doch ließ der Rest einige Wünsche in der Schildfarbe und Kopffarbe offen. Mit mehliger Grundfarbe hatte man unter den 22,23 rotfahlgehämmerten nichts zu bestellen. Auch wurden in der Zucht immer anfallende dunkelgehämmerte , ja fast dominant rote (wie auch bei Gazzi) gezeigt. Es wird Aufgabe des Zuchtausschusses im SV sein, hier vielleicht eine für die Züchter hilfreiche Lösung mit dem BZA zu suchen. Biburger erzielte VEB, Pfeffer VSE. Christiane Aeschlimann uns Sablowski erreichen HV. Von dem aparten, noch recht jungen Farbenschlag rofahl-schimmel waren 10,10 vertreten. Zum VPB konnte einer jungen Dame von Korzendörfer auch noch zum Champion gekürt werden, Dimanski errang zudem HV. 1,5 gelbfahle und 3,9 gelbfahl gehämmerte (HV an Nagel) haben in punkto Unterlinien und Farbgebung noch einiges aufzuholen. Auch schwierig zu züchtende 8,14 schwarz – getigert (HVPB an Müller) sahen wir schon besser. Gerade in den Figuren bleiben Wünsche offen. 3,3 schwarz gescheckte (HV an Keller) zeigten teilweise die verpönten schwarz angelaufenen Läufe. Eine reinere Bindenfarbe und deutlichere Halsrieselung würde manchen der 19.11  blauschimmel besser stehen. Auf exaktere Schwingenlage sollte geachtet werden. R Schmidt lag mit VEB und HV in der Einzelwertung vorne. Ihm folgten Korzendorfer (EM) und VPN und Röttger mit HV. 1,1 des noch jungen Farbenschlag blau - Schimmel mit bronze Binden vom Herauszüchter hatten noch Wünsche in der Schildgrundfarbe. 22,22 andalusierfarbige werden immer beliebter. Die richtige Grundfarbe mit dazu passenden klaren Schildfeder umfassenden Saum war überwiegend vorhanden, was in der Bewertung nicht immer zum Ausdruck kam. Guthier (EM) erzielte VEB und VBS sowie HV. Zanger konnte VE und HV erreichen. Schuffert lag mit HV im Rennen.

 

Das reizvolle Farbspiel der 43,38 Magnani in vielfarbig findet einen größeren Züchterkreis. In der mandelfarbigen Grundfarbe und der geforderten Spritzerzeichnung der Täuber gab es wenig Ausfälle. Auch die Mehrfarbigkeit in Schwanz und Schwingen war überwiegend anzutreffen. Aber die Bauchfarbe durfte teilweise noch satter sein. Langgezogene Köpfe verkörpern nicht das Zuchtziel. Das gleiche gilt auch für dunkle Augen, insbesondere in der Täubinnenklasse- P-Weber (EM) erzielte mit einem Alttäuber VEB und errang darauf auch den Campion sowie das Bild der Schweizer Zuchtfreunde für den besten Magnani. Hinzu kam 2 x HV. Althaus stellte mit VPB die beste Jungtäubin, welche zum Champion gekürt wurde. Gleiches gilt auch für seinen HV E  Jungtäuber. Mit V BS siegte Schmitt bei den alten Täubinnen und erzielte damit das Championat. Zwei weitere HV kamen dazu. Betz und Mollemeier freuten sich über HV Noten.

 

Einige Nachwuchszüchter stellten in der Jugengruppe ihr Können unter Beweis. Besonders erfolgreich waren Annabelle Sauer mit VEB auf  blau –bronze gehämmert und HV auf blau mit bronze Binden. Mirka-Fiona Nagel erreichte neben V BS auf rotfahlgehämmert auch den Titel des Europameisters in der Jugendklasse.

Am frühen Nachmittag des Sonnstags traten nach der Siegerehrung zufriedene Züchter die Heimreise an. Sie alle hatten den Wunsch, eine derartige Schau unter vielleicht besseren Vorzeichen zu wiederholen. Die aparten Modeneser hätten es verdient.

 

Reiner Stumpf                

1,0 alt, V, Schietti blaugehämmert, Karsten Pfeffer

Werbesonderschau des Bezirk Mitte in Neuental-Zimmersrode 2011!

Am 08. und 09. Januar 2011 fand zum zweitenmal eine Werbesonderschau der Deutschen Modeneser Bezirk Mitte statt. 150 Tiere gaben den drei amtierenden Sonderrichtern ein Stelldichein. 29 Gazzi in vier und 121 Schietti in 12 Farbenschlägen waren vertreten. 16 mal HV und 7 mal V zeugten von einer sehr guten Qualität, die breit angelegt war. Ziel dieser Ausstellung ist es, dass die Züchter aus dem nördlichen Teil des Bezirk Mitte näher Zusammenrücken und der Zuchtstand der Deutschen Modeneser in dieser Region gemeinsam weiter nach vorn gebracht werden soll. Natürlich wäre es auch schön, wenn sich noch außenstehende Zuchtfreunde unserem SV anschließen würden! 

Karl August Weber konnte mit einem jungen 1,0 schietti weiß mit dunklen Augen V und den Champion erringen. 

 

Ulrich Flor

Der Vorsitzende Karsten Pfeffer mit dem Erringer des Champion Karl August Weber auf schietti Weiß mit dunkeln Augen.
1,0 HV, schietti schwarz von Ulrich Flor
1,0 alt V, Schietti baluaschimmel von Karl Heinz Rath
0,1 alt, V, Schietti rot von Heny Keim

Werbesonderschau 2010 der Deutschen Modeneser des Bez. Mitte

Am 09. und 10. Januar 2010 fand in der nördlichsten Spitze unseres Bezirkes eine Werbesonderschau statt. 206 gemeldete Tiere waren ein positives Signal, auch in Zukunft Aktivpunkte in dieser Region zu setzen. 38 Gazzi in 4 Farbenschlägen und 168 Schietti in 11 Farbenschlägen stellten sich den Preisrichtern dem Wettstreit. Ausgespielt wurde ein Champion (Modeneser Figur), der auf eine Täubin blaugehämmert Schietti von Karsten Pfeffer vergeben wurde. Diese Taube zeigte die Anforderungen in bester Qualität, die an einen sehr guten Deutschen Modeneser gestellt werden.

 

Gazzi

5,5 blau ohne Binden zeigten Typ und gute Körperhaltung. Bis auf gelegentlichen Wunsch nach etwas freieren Stand war die „Drittelung“ korrekt. Defizite im Farbbereich gab es keine zu beanstanden. Vorbildlich eine Alttaube mit V von  F. Jungermann.

5,7 blau mit schwarzen Binden zeigten sich mit guter Formausstrahlung. Hier und da durfte die Stirn etwas gefüllter sein und die Flügeldeckenfarbe reiner. Etwas tief stehende Tiere bzw. Tiere mit etwas zu schwacher Stirnfülle im Mangelbereich. Eine Alttaube von I. Rath mit V ragte aus der Kollektion heraus.

1,3 blaugehämmert durchweg mit überzeugenden Figuren. Wünsche im Bereich der Flügellagen und auch in der Gleichmäßigkeit der Hämmerungszeichnung. H. Mehrhof zeigte eine überzeugende Alttäubin mit HV.

5,3 dunkelbronzeschildig gesäumt alle mit einer prima Grundfarbe. Die Säumung verschiedentlich noch exakter und hier und da die Hinterpartie kürzer. Die Kopfwölbungen durften zum Teil ausgereifter sein und der Nackenabgang eleganter. Einen guten Typ mit recht guten Unterlinien war fast allen eigen. HV auf eine Täubin von G. Altheinz.

2,2 andalusierfarbige zeigten sich mit sehr guten Formattributen. Die Drittelung zum Teil noch ausgeprägter und korrekter die Flügelauflage waren Kritikanmerkungen. Die Schildgrundfarbe war positiv, lediglich die Saumzeichnung hätte noch intensiver sein können.

 

Schietti

19,14 schwarz durchweg mit guter Konturenaufteilung, Stand und Formlage. Kleine Wünsche in Bezug der Halslänge und freieren Stand trübten das Gesamtbild nicht. Ansatzpunkte in der Kritikabfassung waren, edlerer Nackenabgang, strafferes Halsgefieder, knapper im Hinterkopf sowie markantere Flügelauflage. Gelegentlich anzumerken eine bessere Rückenabdeckung. Hier und da durfte der Schwanz etwas schmaler sein. Tiere mit fehlender Stirnfülle und langem Oberkopf landeten im Mangelbereich. Farblich gab es bis auf kleine Wünsche in der Intensivität des Lackes keine Beanstandungen. V auf einen jungen Täuber von W. Roth.

 

8,4 Blau ohne Binden durchweg mit sehr guten Körperformen. Die waagerechte Körperhaltung und der freie Stand kamen gut zur Geltung. Kleine Unterschiede lagen in der Schildfarbe die hier und da reiner sein durfte. Zum Teil durfte die Halsführung noch eleganter sein. Hervorzuheben die sehr guten Kopfprofile sowie die Gesamterscheinung. Etwas schlanker zum Teil der Hals aus dem Rumpf heraus, dadurch erhöht sich die Eleganz. K. Pfeffer zeigte mit HV auf eine Alttäubin dass herausragende Tier dieser Kollektion.

 

6,5 blau m. schwarzen Binden konnten in der Gesamtbreite nicht so überzeugen. Flacher Oberkopf, fehlende Stirnfülle und schlechter Nackenabgang machte sich negativ in der Bewertung bemerkbar. Die Bindenzeichnung sollte teils länger und die Rücken gedeckter sein. Die drei mit sg 95 herausgestellten Tiere zeigten den positiven Weg.

 

11,10 blaugehämmert eine überaus überzeugende Kollektion in der der Typ in hohem Maß verkörpert wurde. Die Drittelung und die waagrechte Körperhaltung kam sehr gut zum Ausdruck. Wünsche lagen in den Teils eleganteren Halsführungen und besseren Flügelhaltungen. Fast ohne Beanstandungen die Kopfpunkte mit der gut abgesetzten Stirn und gewölbten Oberkopf. In der Hämmerzeichnung gab es kleine Wünsche bezüglich der Gleichmäßigkeit. Erich Dickel und Karsten Pfeffer zeigten mit HV zwei tolle 1,0 dazu gesellte sich die Täubin mit V Champion von Karsten Pfeffer.

 

22,20 rot war der Quantitativ stärkst gemeldete Farbenschlag. Der überwiegende Teil konnte bezüglich der Formanforderung und Typ überzeugen. Die Körperhaltung konnte hier und da waagerechter sein. Positiv die Farbe und auch die Kopfprofile. Nur wenige, die bezüglich besserer Kopfwölbung in Kritik standen. Festere Halsfeder und auch gedecktere Rücken war des öfteren anzumerken. Im ganzen sollte die Größe der Tiere ausgeglichener sein, Tiefe Stellung und eine absetzende Unterlinie führte zur Abstufung. Sichtbares putzen im Hinterteil der Tiere führte ebenfalls zu Abstufungen. Anstatt zu putzen, sollte lieber auf eine festere Feder hingearbeitet werden. Die Augenranddeckung hätte auf breiter Basis besser sein können. Die Spitzentiere zeigten Vanessa Schlechter mit V auf 1,0 gefolgt von zwei weiteren mit HV bewerteten 1,0 von Kühne und wiederum Vanessa Schlechter. Bei den Täubinnen gab es HV für Altmeister Heiny Keim und Vanessa Schlechter.    

 

1,1 gelb zeigten einen ansehnlichen Typ. Der 1,0 durfte in der Farbe etwas heller sein und die Unterlinien ausgeglichener.

     

5,5 weiß mit recht positiven Figuren. Die Unterlinien durften zum Teil ausgewogener sein und auch die Köpfe substanzvoller. Die Standhöhe zum Teil freier und das Halsgefieder glatter waren Punkte der Kritikgestaltung. Noch ausgereifter zum Teil die Rückendeckung. HV auf eine edle Täubin von  S. Pelz

 

6,6 weiß mit dkl. Augen und roten Rand mit sehr guter Formausstrahlung. Die Drittelung stimmte. Noch ausgewogener zum Teil die Unterlinien und gelegentlich korrektere Auflage der Schwingen waren Wünsche. Eine Augenweite die beiden mit HV herausgestellten Tiere (1,0 jung u. 0,1 alt) mit HV von K. A. Weber.

 

6,3 blauschimmel stellten sich ohne Ausfall dem Betrachter. Die Ober- und Unterlinien durchweg in Ordnung, dazu der freie Stand. Wünsche lagen teils in der Halseleganz und in der Festigkeit des Halsgefieder. Zum Teil die Schwingenfarbe intensiver und gleichmäßiger die Schimmelzeichung in der Verteilung.

 

3,3 andalusierfarbige zeigten sehr gute Körperhaltung und Körperproportionen. Die Drittelung und der Gesamttyp stimmte. Die schwarzblaue Körperfarbe war vorhanden. Die Schildfarbe war gleichmäßig in der schieferblauen Farbe. Der Schildkontrast (dunkel absetzender Federrand) hätte noch deutlicher sein können. Die Unterlinien waren korrekt. Etwas breiter hätte hier und da die Brustfront sein können. HV auf eine Täubin von U.Flor.

 

Ulrich Flor    

Preise für die Ausstellung