Trinkwasserkur gegen Würmer und für die Fitness der Tauben:

 

3 große saftige Zwiebeln

6 Knoblauchzehen

1 Zitrone

3 Esslöffel frischer Oregano

3 Löwenzahnpflanzen mit Wurzel

 

Das Ganze wird zerkleinert

und mit einem 1/2 Liter Obstessig vermengt,

Die zerkleinerte Masse mit dem Obstessig drei - vier Tage ziehen lassen.

 

Die Masse mit einem Tuch oder einer Presse ausdrücken. Den gewonnenen Sud füllt man dann mit Wasser zu einem Liter auf. Auf einen Liter gibt dann drei Schnpsgläser klaren Schnaps zu.

 

Die gewonne Flüssigkeit gibt man dann ab und zu dem Trinkwasser bei.

 

Mit diesem Mittel versuche ich meine Tiere fit zu halten und den Befall von Würmern zu unterbinden.

 

Das Rezept stammt von Zuchtfreund Friedhelm Most, der diesen Mix vor vielen Jahren meinem Vater weitergegeben hat. Friedhelm Most hat dieses Rezept aus seiner praktizierten Brieftaubenzucht.

 

 

Keimfutter für unsere Tiere

 

Warum Keimfutter füttern?
Körnerfutter enthält bereits wichtige Nährstoffe für den Keimvorgang. Diese allerdings noch gebunden, und von Sittichen schwer aufgeschlossen werden können. Im Quell- und Keimvorgang, finden bestimmte Umwandlungsprozesse in den Saaten statt, so dass die Inhaltsstoffe später teilweise aufgespalten werden und es werden auch neue Nährstoffe gebildet. Beim Quellvorgang beginnt bereits dieser Umwandlungsprozesse, so dass auch Quellfutter schon mehr Nährstoffe enthält, und leichter verdaulich ist. Im Keimfutter sind z.B. mehr Vitamine, Proteine und Enzyme enthalten als im trockenen Körnernfutter. Keimfutter ist auch leichter verdaulich. Tauben, welche z.B. Obst oder Gemüse verschmähen, nehmen zumeist Keimfutter auf, so dass hierüber einige wichtige Nährstoffe erhalten. Keimfutter gehört zum sogenannten Weichfutter. Bei Erkrankungen ist Keimfutter eine wertvolle Unterstützung, da eine weiche und leichter verdauliche Krankenkost. (Kropfentzündung, Magen-Darmtrakt z.B.)
Über Keim und Quellfutter können sehr gut Mittel wie Vitaminpräparate, Kieselerde..... verabreichen werden.
Keimfutter ist brutstimulierend, liefern zusammen mit Obst, Grünfutter wertvolle Nährstoffe, die den Brutvorgang und die Fütterung unterstützen.

Was ist Keimfutter.
Trockenes Körnerfutter, bestehend aus leicht keimenden Saaten, die in Wasser gelegt, sich weiterentwickeln und nach wenigen Tagen zu keimen beginnen.
Im Zusammenhang mit Keimfutter wird häufig Quellfutter und Grünkraut erwähnt.
Quellfutter ist die Vorstufe vom Keimfutter. Die Körner werden nur wenige Stunden (6 bis 12) ins Wasser gelegt, wo sie dieses aufnehmen. Sie werden verfüttert, bevor der Keimvorgang angefangen hat.
Grünkraut ist die Stufe nach der Keimung. Die Keimlinge wachsen länger und werden grün. Interessant für Halter, die kein Grünfutter draußen sammeln können.

Keimfutter kann aber auch schlecht werden, oder es fängt an zu schimmeln. Das kann recht schnell passieren. Man sollte es vor dem Verzehr gut prüfen. Riecht das Keimfutter schlecht, - muss es entsorgt werden. Ist bereits eine Schimmelbildung zu erkennen, - dann muss das Keimfutter umgehend entsorgt werden. Besonders leicht kippt Keimfutter bei Wärme, also im Sommer um. Ratsam im Sommer, wenn überhaupt, nur Quellfutter anbieten.

Saaten für die Herstellung von Keimfutter.
Der Handel bietet entsprechend für Tauben leicht keimende Saatenmischungen an. Diese kann man auch selbst zusammenstellen. Ölhaltige Samen wie Leinsamen, eignen sich nicht zum keimen.
Geeignet sind Hirse, Weizen, Gerste, Kadjang-Bohnen (Mungbohnen), Buchweizen, Milo, Dari, Kardi, Erbsen, Hafer und Sonnenblumenkerne.

Keimfutter herstellen.
Es gibt verschiedene Methoden Keimfutter herzustellen. Am bekanntesten ist die Herstellung mit einem Keimautomat, und die Siebmethode.

Ein Keimautomat besteht aus 5 Schalen. 3 Keimschalen, einer Auffangschale und einer oberen Schale. Das Keimfutter wird in die drei Keimschalen verteilt. Nicht zu viel Keimfutter hineingeben, da die Körner beim Quellen größer werden und so nicht genug Sauerstoff bekommen. Dies kann zu einer schnelleren Schimmelbildung führen. Die drei Keimschalen werden übereinander auf die Auffangschale gestellt, so dass die Ablauföffnungen möglichst gegenüber liegen, zumindest aber versetzt sind, und nicht genau übereinander liegen. So kann sich das durchlaufende Wasser in der Schale besser verteilen. Darauf kommt die erste Schale, die bis ca. 1-2 cm unter den Rand mit Wasser gefüllt wird. Das Wasser fließt nun durch alle Schalen bis in die Auffangschale. Der Keimautomat sollte an einer hellen Stelle, kein direktes Sonnenlicht, bei Zimmertemperatur auf gestellt werden. Sie sollten das Wasser ca. 2 mal täglich erneuern, also das Wasser aus der Auffangschale entfernen und neues Wasser durch alle Schalen durchlaufen lassen. So weichen die Körner im Wasser ein. Je nachdem wie lange die Körner im Wasser sind, kann man so bequem Quellfutter (ca.7 Stunden) oder Keimfutter (24-48 Stunden) herstellen. Wenn Keimfutter lange genug keimt, erhält man Grünfutter. Darauf achten, dass das Keimfutter nicht schlecht riecht oder sogar sichtbar schimmelt. In diesem Fall das Futter vollständig entsorgen. Keimautomat vor jeder Wiederverwendung sorgfältig gereinigen.

 

Siebmethode,  man gibt die benötigte Menge in ein Sieb. Körner unter fließendem Wasser gut spülen, und weicht sie ca. 7 Stunden bei Zimmertemperatur ein. (Zwischendurch spülen und Wasser erneuern). Nach dem Einweichen Körner unter kaltem fließendem Wasser gut durch spülen, im Sieb verteilt, so dass sie nicht aufeinander liegen und deckt das Ganze mit einem Glasscheibe ab. Nicht luftdicht abdecken, Körner müssen Licht haben, aber kein direktes Sonnenlicht. Dann lässt man das Ganze 1-2 Tage keimen. Während des Keimvorgangs Körner mehrmals durchspülen. Nach etwa 10Stunden brechen die ersten Keimlinge durch, und in diesem Stadium kann man das Keimfutter bereits verfüttern. Die Keimlinge sollten nicht länger als 1 cm werden, denn ab diesem Zeitpunkt entwickeln sie Bitterstoffe und sind nicht mehr so bekömmlich. Vor dem Verfüttern noch mals gut durchspülen. Das gekeimte Futter auf ein paar Lagen Küchenrolle ausbreiten, trocken tupfen und sofort anbieten. Es sollte innerhalb weniger Stunden von den Tieren verzehrt werden. Reste bitte entfernen und nicht aufbewahren. Eine andere Möglichkeit ist, das Keimfutter als sogenanntes Quellfutter zu anzubieten. Dazu die Körner wie oben beschrieben einweichen, nach dem Einweichvorgang spülen trocknen und dann verfüttern. Wie im Keimatomat gilt auch hier, das Keimfutter sollte nicht schlecht riechen, oder sichtbar schimmeln. In diesem Fall das Futter vollständig entsorgen.

 

Anstatt eines Siebes habe ich einen Gummieimer so präpariert mit kleinen Löchern, dass er wie ein Sieb funktioniert. In einen größeren Eimer (20 ltr.) stelle ich den zu einem Sieb umfunktionierten und mit entsprechenden Körnern befüllten Eimer hinein. Das Keimfutter kann dann unter Beigabe von Wasser zum einweichen in dem größeren Eimer verweilen. Der Eimer der wie ein Sieb funktioniert hängt einem Hacken und durch anheben kann das Wasser gut abtropfen und ggfs, gewechselt werden. Die Körner belasse ich entsprechend abgedeckt in dem Siebeimer bis der Keimvorgang zu Ende ist. Zum Quellvorgang gebe ich immer Apfelessig dazu.

 

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