Die Deutschen Modeneser sind die kleinste Rasse unter der Kategorie Huhntauben. Durch die schematische Aufteilung der Konturen: 1/3 der Stand, 1/3 die Körperhöhe, 1/3 Halslänge plus Kopfhöhe sowie 2/3 Körperlänge ist hier eine optimale Grundauslegung gegeben, um den Typ des Deutschen Modeneser einheitlich zu betrachten. In jeder Hinsicht soll der Modeneser eine elegante Ausstrahlung besitzen. Die Standhöhe sowie die Halslänge mit Kopf richtet sich nach dem vorhanden Körper. Ein harmonisches gleichmäßiges Zusammenspiel der Drittelung muss in Erscheinung treten und zeichnet einen guten Modeneser aus. Nicht immer ist dies auf den ersten Blick erkennbar, so dass das Tier „angesprochen“ werden muss.

Um die Form des Modeneser abzurunden, muss die Brust breit, voll und gut gerundet sein. Zusammen mit dem vollen runden Bauch und einer gut anliegenden flaumreichen ansteigenden Afterpartie wird die abgerundete Unterlinie gebildet. Jegliches absetzen in der Unterlinie gilt als negativer Einfluss für die Gesamtharmonie. Durch einen entsprechenden Körper ist der Rücken relativ breit und die Schultern werden waagerecht getragen. Der Körper darf nicht zu gestreckt erscheinen, dies ist meist der Fall, wenn die Hinterpartie zu lang wirkt. Die 2/3 Körperlänge stimmt dann nicht!  Modeneser mit richtiger Körpertiefe haben weniger Probleme mit einer gleichmäßig durchgehenden Unterlinie. Die richtige Körpertiefe und Brustbreite im Verhältnis zu Hals und Beinen bestimmen durch ihr Gesamtvolumen wesentlich die Größe. Übergroße, plumpe Körper sind heute weniger anzutreffen, wohl aber absetzende Unterlinien. Bei dem hohen Zuchtstand der Rasse muss dieser Aspekt entsprechende Kritik und Berücksichtigung bei Züchter und Preisrichter finden. Vor allem sind Täubinnen mit dem Mangel einer nicht ausgewogenen Unterlinie in der Zucht problematisch. Lieber eine voluminöse Taube an einen eleganten Täuber gepaart, als zwei elegante Tiere, bei denen die Täubin in der Unterlinie absetzt!

Die Flügel sind im Bug gut eingebettet, relativ kurz und werden auf den leicht angehobenen kurzen und nicht zu breiten Schwanz ohne sich zu kreuzen, aufgelegt getragen.

Unterstichen wird die Eleganz bei den Modeneser durch eine elegante Halsführung, die sich vom Rumpf her gleichmäßig zum Kopf hin verjüngt. Dicke Hälse sind verpönt und wirken sich nachteilig auf die Gesamteleganz aus.

Die hintere Halslinie bildet in etwa eine senkrechte mit den gut sicht-baren Schenkel („Hals- Schenkellinie“). Das Schenkelgefieder soll eine gewisse Festigkeit aufweisen und die Gesamtkontur nicht beeinflussen.  Die Läufe und Zehen sind hochrot. Das Fersengelenk soll leicht gewinkelt gezeigt werden, also nicht durchdrücken. Zuweilen stellt sich der Modeneser bei Positur auf die Zehenspitzen, was nicht zum Nachteil gewertet werden darf.